Vietnam

Die folgenden Bilder sind im November 2015 bei einer Backpacking-Tour durch Kambodscha und Vietnam entstanden. Die Tour durch Kambodscha wird vielleicht in einem späteren Beitrag behandelt, erstmal soll es um Vietnam gehen. Das liegt daran, dass ich Vietnam landschaftlich deutlich schöner und abwechslungsreicher fand.

Verwandter Beitrag (während derselben Reise entstanden): Ho Chi Minh City Rush Hour | Hyperlapse 8x

Istanbul | Türkei

Hier sind ein paar Fotos aus Istanbul. Die Bilder sind im Juni 2016 entstanden, bei einem viertägigen Zwischenstopp auf dem Rückweg von Georgien. Zu der politischen Situation in der Türkei will ich an der Stelle nichts sagen, es sollen die Bilder im Vordergrund stehen.

Gori, Uplisziche | Georgien

Nach unserem Abstecher nach David Gareji sind wir nach Gori gefahren, der Geburtsstadt von Josef Stalin. Bereits auf der Fahrt war einiges geboten: Am Stadtrand von Tiflis konnten zufällig wir einem Straßenrennen beiwohnen (die Autos dabei typisch georgisch ohne Stoßstange), es war jede Menge Architektur aus der Sowjetzeit zu bestaunen und wir kamen auf der ს-1 (S-1) bis auf wenige hundert Meter an die abtrünnige Provinz Südossetien heran. Überrascht wurden wir zudem durch eine fast 1 Meter hohe Bodenwelle – ein Tempolimit oder zumindest ein Warnschild ist in so einem Fall in Georgien offenbar zu viel verlangt. Damit ergibt auch der immer wieder gerne vom Auswärtigen Amt gegebene Tipp „Von Nachtfahrten außerhalb der Städte wird abgeraten.“ einen Sinn.

In Gori haben wir etwas gebraucht, bis wir unsere Unterkunft gefunden haben. Das lag neben den nur teilweise vorhandenen Straßenschildern auch daran, dass das Guest House von außen völlig unscheinbar ausgesehen hat: Kein Schild, Hohe Mauer und ein unverputztes Haus mit Flachdach. Wie so oft hat der erste Eindruck aber getäuscht: Im Inneren hat das Haus bestochen mit wunderschönem Parkett, hohe Decken, Stuck und einem Flügel im prunkvollen Wohnzimmer. Am nächsten Morgen hat uns die nette Gastgeberin beim Frühstück die Vorzüge ihrer Heimatstadt näher gebracht: „There’s nothing to see!“. In Sachen Lokalpatriotismus und Eigenvermarktung besteht hier noch klarer Verbesserungsbedarf!

Neben dem Stalinmuseum gibt es nämlich durchaus etwas zu sehen: Neben einer wunderschönen Landschaft zum Beispiel die Höhlenstadt Uplisziche. Dort fand ich besonders beeindruckend, dass das im 6. Jahrhundert v. Chr. gegründete Uplisziche bereits damals eine Kanalisation aus Abflussrinnen und Wasserkanälen besaß.

David Gareji | Georgien

Am dritten Tag unserer Georgien-Reise haben wir uns einen Mietwagen genommen, um im Land herumreisen zu können. Es hat einiges an Überzeugungsarbeit benötigt, um meinen Mitreisenden die Vorzüge eines SUV schmackhaft zu machen, aber schlussendlich haben wir uns für einen Suzuki Grand Vitara von FSTA Rent Car entschieden. Ich kann die Firma sehr empfehlen: Hier hat man es nicht mit einem gesichtslosen, internationalen Unternehmen zu tun, sondern mit einem sympathischen ortsansässigen Anbieter. Das wir am Schluss einen kleinen Betrag für eine Delle in der Stoßstange bezahlen sollten, die wir angeblich verursacht haben sollen – geschenkt.

Unser erster Trip führte uns zu David Gareji, einem orthodoxen Kloster im Osten Georgiens, direkt an der Grenze zu Aserbaidschan. Die Klosteranlage liegt am Mount Gareja und besteht neben der zentralen „Lawra“ auch aus zahlreichen Höhlen, die in den Berg geschlagen wurden und mit Wandmalereien verziert wurden.

Dabei ist nicht nur das Kloster an sich interessant, sondern auch die umgebende Landschaft – die Klosteranlage liegt mitten in einer Halbwüste. Auf dem Bergrücken befindet sich die Grenze zu Aserbaidschan, wobei man diese auf einem Rundweg mehrfach überquert. Besonders beeindruckend fand ich die Stimmung, die dort herrschte – in Mitteleuropa, oder zumindest in Deutschland, findet man solche menschenleeren Landschaften kaum. Außer dem Säuseln des Windes und den Geschrei einiger Greifvögel hörte man keine Geräusche und auf der Spitze des Mount Gareja hatte man in jede Richtung eine atemberaubende Aussicht.

Hier geht es zum ersten Teil des Reiseberichts.

Tiflis (Tbilisi)

Ende Mai war ich mit zwei Freunden für eine Woche in Georgien. Nachdem der Urlaub erst einige Tage her ist, möchte ich mich mit diesem Beitrag an einem ausführlicheren Reisebericht versuchen.

In dem Land verspürt man einen gewissen Pioniergeist – für uns als Besucher, weil noch nicht überall Touristenmeuten unterwegs sind und man mit der englischen Sprache nicht überall weiter kommt. Zudem möchte sich das Land wohl etwas von seiner Sowjet-Vergangenheit lösen – erkennbar an den omnipräsenten, nagelneuen Polizeistationen, EU-Flaggen an fast allen öffentlichen Gebäuden und an abgefahrener moderner Architektur.

Los ging unsere Tour in der Hauptstadt Tiflis. Nach der Landung gegen 4:00 Uhr in der früh und einer halsbrecherischen Fahrt vom Flughafen in die Stadt (unser Fahrer hat im 30-Sekunden-Takt Kreuzzeichen gemacht), haben wir zum Abschluss des Tages einen kurzen Abstecher zum Smart Supermarket unternommen, der mit seinem Sortiment an georgischen Lebensmitteln (Käse), russischem Wodka und EDEKA-Produkten punkten konnte.

Am Morgen des ersten Tages haben wir uns unter anderem die Altstadt angesehen, die leider in einem erbärmlichen Zustand ist. Es gibt dort ganze Straßenzüge, die baufällig sind. Viele wunderschöne Häuser sind wohl nicht mehr zu retten, so groß sind die Beschädigungen. Offenbar fehlt hier einfach die Wirtschaftskraft für eine Sanierung. Einen starken Kontrast dazu bildet die moderne Architektur ein paar Hundert Meter weiter – die Glaskuppel auf dem Präsidentenpalast, die Friedensbrücke und das aus zwei Metallröhren bestehende Konzerthaus. Auch bei dem Konzerthaus hat man sich offenbar finanziell übernommen – wenn man näher kommt, wirkt das Gebäude mehr wie eine Bauruine.

Weinbau wird in Georgien schon seit tausenden von Jahren betrieben, so haben wir den Tag in der Bauhaus Bar ausklingen lassen. Dort haben wir eine Georgierin kennengelernt, die lange in Deutschland gelebt hat uns ein paar wirklich gute Tipps geben konnte – an dieser Stelle nochmals vielen Dank!

Am zweiten Tag wollten wir in die Vororte, wo einige architektonische Highlights der Sowjetzeit zu finden sind. Schon die Fahrt mit der Metro war ein Erlebnis für sich. Die Stationen sind teilweise tief unten und mit Hochgeschwindigkeits-Rolltreppen angebunden, die Züge fahren zu Stoßzeiten im 3-Minuten-Takt. Erstes Ziel unserer Tour war das Hauptquartier der „Bank of Georgia“, das im ehemaligen Gebäude des sowjetischen Verkehrsministeriums untergebracht ist. Um die brutalistische Anmutung symbolträchtig zu unterstreichen, ist das Gebäude auch für Fußgänger nur über die Autobahn erreichbar. Der Eingang in die Bank, der dem Apple Store am Times Square nachempfunden ist, bildet dabei einen starken Kontrast zur Umgebung. Als nächstes haben wir den Zentralbahnhof angesteuert, der mit seinem Verkehrsgewimmel und emsigen Markttreiben ein asiatisches Flair vermittelt. Zum Abschluss unseres Tiflis-Aufenthalts sind wir auf den Sololaki-Hügel hochgestiegen zur „Mother of Georgia“, von wo man einen hervorragenden Überblick über die Stadt und das umliegende Kaukasusgebirge hat.

Am Ende der zwei Tage hatte ich eigentlich das Gefühl, einen guten Einblick in die Stadt bekommen zu haben. Mittlerweile denke ich aber, dass man für die Stadt eher 4-5 Tage einplanen kann, ohne dass es langweilig wird. Untergebracht waren wir übrigens im Fox Hostel, das ich an dieser Stelle wärmstens weiterempfehlen kann: Unser Altbauzimmer hatte Stuck und Echtholz-Parkett zu bieten und beim Personal wäre die Beschreibung hilfsbereit eine maßlose Untertreibung.

Im nächsten Teil: David Gareji