Tiflis (Tbilisi)

Ende Mai war ich mit zwei Freunden für eine Woche in Georgien. Nachdem der Urlaub erst einige Tage her ist, möchte ich mich mit diesem Beitrag an einem ausführlicheren Reisebericht versuchen.

In dem Land verspürt man einen gewissen Pioniergeist – für uns als Besucher, weil noch nicht überall Touristenmeuten unterwegs sind und man mit der englischen Sprache nicht überall weiter kommt. Zudem möchte sich das Land wohl etwas von seiner Sowjet-Vergangenheit lösen – erkennbar an den omnipräsenten, nagelneuen Polizeistationen, EU-Flaggen an fast allen öffentlichen Gebäuden und an abgefahrener moderner Architektur.

Los ging unsere Tour in der Hauptstadt Tiflis. Nach der Landung gegen 4:00 Uhr in der früh und einer halsbrecherischen Fahrt vom Flughafen in die Stadt (unser Fahrer hat im 30-Sekunden-Takt Kreuzzeichen gemacht), haben wir zum Abschluss des Tages einen kurzen Abstecher zum Smart Supermarket unternommen, der mit seinem Sortiment an georgischen Lebensmitteln (Käse), russischem Wodka und EDEKA-Produkten punkten konnte.

Am Morgen des ersten Tages haben wir uns unter anderem die Altstadt angesehen, die leider in einem erbärmlichen Zustand ist. Es gibt dort ganze Straßenzüge, die baufällig sind. Viele wunderschöne Häuser sind wohl nicht mehr zu retten, so groß sind die Beschädigungen. Offenbar fehlt hier einfach die Wirtschaftskraft für eine Sanierung. Einen starken Kontrast dazu bildet die moderne Architektur ein paar Hundert Meter weiter – die Glaskuppel auf dem Präsidentenpalast, die Friedensbrücke und das aus zwei Metallröhren bestehende Konzerthaus. Auch bei dem Konzerthaus hat man sich offenbar finanziell übernommen – wenn man näher kommt, wirkt das Gebäude mehr wie eine Bauruine.

Weinbau wird in Georgien schon seit tausenden von Jahren betrieben, so haben wir den Tag in der Bauhaus Bar ausklingen lassen. Dort haben wir eine Georgierin kennengelernt, die lange in Deutschland gelebt hat uns ein paar wirklich gute Tipps geben konnte – an dieser Stelle nochmals vielen Dank!

Am zweiten Tag wollten wir in die Vororte, wo einige architektonische Highlights der Sowjetzeit zu finden sind. Schon die Fahrt mit der Metro war ein Erlebnis für sich. Die Stationen sind teilweise tief unten und mit Hochgeschwindigkeits-Rolltreppen angebunden, die Züge fahren zu Stoßzeiten im 3-Minuten-Takt. Erstes Ziel unserer Tour war das Hauptquartier der „Bank of Georgia“, das im ehemaligen Gebäude des sowjetischen Verkehrsministeriums untergebracht ist. Um die brutalistische Anmutung symbolträchtig zu unterstreichen, ist das Gebäude auch für Fußgänger nur über die Autobahn erreichbar. Der Eingang in die Bank, der dem Apple Store am Times Square nachempfunden ist, bildet dabei einen starken Kontrast zur Umgebung. Als nächstes haben wir den Zentralbahnhof angesteuert, der mit seinem Verkehrsgewimmel und emsigen Markttreiben ein asiatisches Flair vermittelt. Zum Abschluss unseres Tiflis-Aufenthalts sind wir auf den Sololaki-Hügel hochgestiegen zur „Mother of Georgia“, von wo man einen hervorragenden Überblick über die Stadt und das umliegende Kaukasusgebirge hat.

Am Ende der zwei Tage hatte ich eigentlich das Gefühl, einen guten Einblick in die Stadt bekommen zu haben. Mittlerweile denke ich aber, dass man für die Stadt eher 4-5 Tage einplanen kann, ohne dass es langweilig wird. Untergebracht waren wir übrigens im Fox Hostel, das ich an dieser Stelle wärmstens weiterempfehlen kann: Unser Altbauzimmer hatte Stuck und Echtholz-Parkett zu bieten und beim Personal wäre die Beschreibung hilfsbereit eine maßlose Untertreibung.

Im nächsten Teil: Dawit Garedscha

Rotterdam

Die Innenstadt von Rotterdam wurde im zweiten Weltkrieg durch einen deutschen Luftangriff fast vollständig zerstört. Beim Wiederaufbau ist Rotterdam zu einem Experimentierfeld moderner Architektur geworden. Bei meinem kurzen Besuch im Dezember 2012 habe ich in einem Hostel in den „Cube houses“ gewohnt, von denen es in der Bildgalerie ein paar Aufnahmen gibt. Die Stadt macht durch seine Architektur und die (für europäische Verhältnisse) beeindruckende Skyline einen sehr amerikanischen Eindruck.

New York City

Im Dezember 2008 war ich in New York, als Start einer Reise an der US-Ostküste, die unter anderem über Philadelphia, Baltimore, Washington und Savannah bis nach Florida geführt hat.

Die ersten 3 Tage war ich dabei allein unterwegs. Ich war im Harlem YMCA untergebracht, was damals definitiv noch ein Geheimtipp war – ich hatte anscheinend ein ganzes Stockwerk für mich allein, inklusive Blick auf ganz Manhattan aus der geräumigen Dusche. Zu Beginn war Harlem etwas ungewohnt, da ich gefühlt der einzige Weiße in einem Kilometer Umkreis war und das Umsteigen in der Bronx vor allem nachts etwas unheimlich. Aber schon am zweiten Tag wurde ich auf der Straße gegrüßt und fühlte mich gleich ein bisschen heimischer…

The Most Satisfying Video in the World

Wer zwischendurch fünf Minuten Entspannung braucht oder dem Chaos entfliehen will, dem sei dieses Video empfohlen. Und wer danach immer noch unter Stress leidet, findet bei YouTube natürlich noch viel mehr Oddly Satisfying things.

Falls jemandem übrigens eine gute Übersetzung für Satisfying in diesem Zusammenhang hat, immer her damit!

Zeche Zollverein

Nach der Völklinger Hütte folgt nun ein weiterer Beitrag zu dem Thema Deutsche Industriedenkmäler – die Zeche Zollverein. Wer sich für das Thema interessiert und im Ruhrgebiet unterwegs ist, sollte sich dieses UNESCO-Welterbe nicht entgehen lassen. Die Fotos sind im November 2011 und damit noch mit der Panasonic Lumix DMC-LX2 entstanden.